Gedichte


Der Seifenblasenbläser (2016)

Ne' Seifenblase, ne' rosarote Seifenblase, taumelt in der kalten Luft
Als der Winter kam, und ich Handschuhe trug, da ist sie mir entflogen
Alles gut, alles im Lot, sie war rosarot und hat mich nie belogen.
So ist das Leben - die Zeit der Angst, vorm einsamen Sterben. 
Na los, hol den Besen und fege die traurigen Scherben!

Ach was, fliegende Seifenblasen? - Was für ne schwache Metapher!
Menschen erfasst nicht einfach der Wind - nein sie entscheiden -
Menschen die gehen ...oder sie bleiben!
Mit Metaphern ist es schwer, die guten muss man finden.
Ich such nicht mehr lange, wozu, man zerbricht sich den Kopf,
und dann kommt eine neues Gedicht und sie verschwinden.

Nein, viel zu leicht, sagt mir ein weiser Seifenblasen-Bläser.
Manchmal erfasst uns einfach ein Wind, er biegt die Herzen wie Gräser.
Mag sein, hab heute die schwarz weiße Brille auf,
die trägt sich gerad' einfach schwerer, sozusagen als Gegengewicht,
denn mein Herz ist um eine Liebe leerer.



Nachbars Hund (2012)

Ein Lüftchen macht sich leise auf.
Die Wolken nehmen ihren Lauf.
Es wächst heran zum starken Sturm,
nicht sicher mehr der beste Turm.
Nicht sicher mehr dein großes Bett,
dass uns doch immer Festung war.
Die Sonne im Spiegel macht sich rar.
Eben streift die Nacht dein rechtes Ohr,
dann schon über deine Lippen.
Seh sie, die Linie auf deiner Stirn antippen.
Ich lieg gerade so leer neben dir.
Sag leben andere mehr als wir?
Da draußen knickt der Sturm die Zweige.
An welchem Tag geht unsere Liebe zur Neige?
Wer frischt sie wieder auf, wenn nicht der Wind ?
Wenn nicht der Sturm, wenn nicht der Regen,
wenn nicht das Wasser, das ich aus deinen
Augen küsse? Wenn nicht das,
aus unserer beider Leben Flüsse?
Soviel denken ist nicht gesund.
Da draußen bellt des Nachbarn Hund.



Dein Lied vom Winter (2010)

Der Winter malt dir Blumen ins Haar.
Er flüsstert vom werden und wie es war.
Du hast mein Herz getaut,
mit einem Hauch von Sommerwind.
Ich hab dir ein Wort gebaut,
es sagt woraus wir sind.
Ich bin du bist nur unserer Väter Kind.

Der Winter friert an deinen Zehen,
er läßt s von weither düster wehen.
Er zaubert Mut in meine Arme,
nimm meine Hand wir gehen ins Warme.
Ich hab dir ein Feuer gemacht
und les in seinem Schein Geschichten vor,
ich bin du bist vielleicht zum Glück das Tor.

Der Winter reibt an deinen Lippen.
Er läßt deine Füße wartend wippen.
Gibt deinen Augen einen schönen Schein,
wischt Frost und Glut in sie hinein.
Dein Kuss schmeckt nach Honig im Tee
süß, so wie der Frühling in der Ferne,
ich bin du bist .....die Kerze der Laterne. 



Amoklauf (2010)

Im Käfig sitzen die Gitterstäbe hassen,
die man so lieb gewonnen hat.
Das Haar streicheln,
das fettig nach der Dusche schreit.
Das Leben, die Liebe, verdammte Zeit.

Zurück zum sein und weg vom Schein.
Zurück zum Leben und weg vom Streben.
Zurück zum Kuß und weg vom Muß.

Die Haut in Fetzen vom Körper hängend,
dieSchmerzen im verfaulten Maul verdrängend.
Der wache Geist hat es so satt,
das Gerede immer so leer
immer nur noch platt.

Zurück zum sein und weg vom Schein.
Zurück zum Leben und weg vom Streben.
Zurück zum Kuß und weg vom Muß.

Amoklauf. Amoklauf im Geist.
Mit einer singen die auf warme Worte scheißt.
Amoklauf, Amoklauf im Geist
der jede Regel niederreißt.



Kariertes Papier (2009)

"Hey Träumer, zieh doch mal an!
du trauerst ihn doch wieder tot!"
So weckt mich der herrliche Rauch.
Ich lag auf einer Wolke,
im Nebel des Traums,
nackt auf dem Bauch.
Aus ihr tropfte es rot,
mir liefs aus der Hand,
als ich bemerkte,
da baut doch mein letzer Verstand
mal wieder das Luftschloß
aus Sinn und nicht Sein
und das Ego des Träumers
zieht auch prompt darin ein.

Hey Träumer es ist alles im Lot
die Schrift überm Eingang
"KOMM REIN,HIER EMPFÄNGT DICH DER TOD"
ist längst verblasst.
Kapier doch, dass Du zwar die Welt...
aber sie Dich ... nicht hasst.

Ich ziehe das letzte aus ihm heraus.
Vom Schmerz der Glut
bricht mein Gedanke.
Ich bild mir nicht ein
der führte hinaus.
Die Schmerzen des Lebens
laßen mich leiden
und schmelzen im Kopf
in ein süßes Gefühl
das tropft...
zum Leid und zum Glück
...auf kariertes Papier
und die Liebe zur Lüge
flüsstert lieblich in mir...
...ich kann nicht hinaus,
ich LEBE doch hier!



Schöne Post (2009)

Hab vor zwei Wochen Post bekommen,
es wurde schönes Papier verwendet
von dem,der für meine Knochen,
mir was zu Essen spendet.
Hatte mal wieder ausgesprochen,
was man hier besser nur denkt
seit einzig und allein der bunte Schein
unser strebendes Dasein lenkt.
Da hat er mir, 14-tägig fristgerecht,
was ganz feines zusammen geschrieben,
ich bin aus lauter Dankbarkeit
lieber gleich daheim geblieben.

Ja Ja Super!!! - Wieder in die Schlange stellen!
Wieder wie mein braver Felix vorm Freßnapf munter bellen,
wieder runter in den Schmutz, mit dem gerechten Plappermaul.
Zur Strafe wird jetzt Dreck gefressen und das nicht zu faul !!! 

Hab heut morgen Post bekommen,
von meinem lieben Elendsverwalter,
er erwartet mich am Freitag Zimmer 110
gleich links vom schicken Infoschalter.
Die Scheine hab ich ausgefüllt, pickobello fein
und vorm betreten des Gebäudes
steck ich meine Würde auch gleich in den Umschlag rein.
Die krieg ich wieder mit der Arbeitsmeldung,
wenn ich se noch haben will,
schließlich lag sie doch schon fünf sechsmal
hinterm Arbeitsamt im Müll.

Ja Ja Super!!! - Wieder in die Schlange stellen!
Wieder wie mein braver Felix vorm Freßnapf munter bellen,
wieder runter in den Schmutz, mit dem gerechten Plappermaul.
Zur Strafe wird jetzt Dreck gefressen und das nicht zu faul !!!



Viere quatschen und Einer sagt was (2009)

Jörg hat gesagt er hätte alles so satt,
er wär immer wieder so furchtbar matt.
Er sagt alles, alles könnte man werden,
wenn man Geld hätt, wenn man Geld hätt auf Erden

Steffi sagt das vor nem Jahr ihr Job n Bach runterging.
Worauf der Ärger mit den Schulden anfing.
Sie sagt, den großen schmeißenses in n Rachen.
Und ich darf für 1000 euro den Sklaven machen.

Rainer sagt in 100 Jahren gäbs keine Kriege mehr,
die Welt wäre dann eh fast Menschen leer.
Der Rest lebt dann mit der Natur.
Aber leider, leider eine Weile nur.

Nina sagt die Skrupellosen werden immer mehr.
Und das stinkt ihr, das stinkt ihr so sehr.
Am besten ginge alles krachen,
aber wir würden von vorn wieder die gleichen Fehler machen.

Martin sagt, und ich stimm Ihm zu, die Gedanken sind frei,
man kann sie nicht hören, man kann sie nicht schießen,
schön wär wenn sie sich auch zu Taten machen ließen.
Aber man kann nicht alles haben -
und wer nichts tut, - der muß ertragen!



Was für ein Traum (2009)

Am Tage geh ich schindern inner Fabrik,
bin schon froh wenn ich den miesen Lohn pünktlich krieg.
Abends lauf ich an der Villa vom Chef vorbei
mit Fenstern aus Tropenholz und Marmortreppe
und ich beiss auf meine Lippen, daß ich nicht schrei,
lauf nach hause , fall ins Bett und rette
mich in einen schönen Traum ....
-
....ich lieg am Südatlantikstrand im Sand hinter mir ein Baum,
links von mir ne Strandschönheit die reicht mir grad ein Glas
und rechts steht n Raketenwerfer in Athrazit schwarz.
Eben hab ich ein Holztransportschiff getroffen
und ich und die Strandschönheit und der Regenwald hoffen
das mein Chef jetzt keine neuen Fenster mehr kriegt,
wenn mein Moloktowcoktail morgen durch seine Scheibe fliegt.
---
Am Morgen steh ich auf und mein Vater sagt lauf,
du kommst noch zu spät,
nicht das dein Chef noch in Insolvenz gerät.
Das denkt man zumindest, so wie der immer schreit,
doch ich bin pünktlich zur Stelle, zum ausbeuten bereit.
In der Pause mach ich kurz die Augen zu
und seh n tollen Film....
---
....die Fortsetzung von heut Nacht steht auf dem Traumprogramm.
Die Villa vom Alten brennt lichterloh.
Ich hab mir Grillwurst und n Liegestuhl mitgebracht.
Die Aussicht ist toll und die Wurst schmeckt echt gut,
ich geniess den Grillabend und schau was sich tut.
---
Am nächsten Tag komm ich ins Geschäft,
der Chef strahlt und sagt er hätt auf mich gewartet
leider sagt er muß er mich entlassen,
er könnt es selbst noch gar nicht fassen.
Er kann sich jetzt ne Südseeinsel kaufen
und ich muß morgens nicht mehr soweit laufen.
So ne Insel ist echt teuer, das müße ich verstehen,
es gäbe eben Dinge die vor meine Existenz gehen.
Zu Hause spül ich erst mal meine Wut hinunter.
Ich staun mein Traum ist jetzt noch viel bunter....
---
....ich stehe in Frankfurt in nem Börsensaal.
Dem Bullen und dem Bären draußen
hab ich grad die Köpfe weggeschossen
und eben hat mein Maschinen Gewehr das erste
Spekulantenblut vergossen.
Den Rest der Bande zwing ich ihre Aktien
von meinem chef zu verkaufen.
Einer will nicht, der sieht meine Flinte rauchen.
Und dann seh ich meinen Chef auf seiner Insel vor mir
in einer Palmehütte mit den Füßen stampfen,
und statt Hummer, hat er Wurzeln und Regenwürmer zu mampfen.

Ach am Ende, hat er doch nur ein Glück, daß mein Traum nicht Wahrheit ist.
Das mein Traum niemals n Träumer findet, der ihn nicht nur träumt sondern auch zündet.
 



Seit dem ich Dich kenne (2009)

Diesen Traum, den hab ich immer noch
nur er belügt mich nicht mehr
Dieses Land, das nervt mich immernoch
aber jetzt nicht mehr soo sehr

Mmmm.... seitdem ich dich kenne
Mmmm... seitdem ich DICH kenne

Der Flaschengeist folgt mir immer noch
nur er kriegt mich nicht mehr
Auf den Regenbogen wag ich mich immer noch nicht
kann sein das die Angst bald geht, dass er zerbricht

Mmmm... seitdem ich dich kenne
Mmmm... seitdem ich DICH kenne

Das der reiche Bruder mir mal die Hand runter reicht
das glaub ich immer noch nicht
nur ab jetzt da wart ich nicht mehr
und spuck ihm, wie er mir einfach so ins Gesicht

Mmmm... seitdem ich Dich kenne
Mmmm... seitdem ich Dich kenne

Seit dem ich Dich kenne
ist der Himmel wieder blau, grün, rot oder gelb
einfach so wie er mir gefällt
und mein Plan ist einzig Dich zu kriegen
und wenn der bunte Himmel will
auch für immer zuu...
...seitdem ich dich kenne

Mmmm... seitdem ich DICH kenne
Mmmm... seitdem ich Dich kenne

Mmmm... seitdem ich dich kenne
Mmmm... seitdem ich Dich kenne



Der Schmetterling (2008)

Welcher Gott hat diese Augen dir gegeben, in denen
dein Feuer und deine Tränen sich eng umschlungen
zu Leidenschaft verweben?
In meinen Träumen, ewig während wunderschön.
Für ein einzig warmes Strahlen,
das sich mit meiner Sehnsucht mischt,
will ich tausend Jahre leiden - oder lächelnd gern ertragen,
wenn mein Herz, sofort danach, im Schmerzensschrei erlischt.

Welcher Gott im Himmel gab Dir diesen Mund?
In seinen Winkeln, wenn Du lächselst,
kann ich die Worte schon erahnen,
die Du für deine Liebsten hast.
Dürft' ich nur eine Nacht zu Ihnen zählen,
ewig könnte man mich schlagen, ewig mit der Peitsche quäl'n,
niemals im Leben würde ich sagen, dass deine Lippen mir nicht fehl'n.

Welcher Gott, an den ich niemals glaubte, dessen Geschöpf mir so die Sinne raubte,
erschuf Dich wohl so wunderschön, erschuf Dich wohl so herzensrein,
für Ihn musst Du ein Engel sein -
Für mich, ob ich wach bin oder träume, die halbe Lebenszeitmit wünschen nur versäume,
von Dir schreibe oder sing' - für mich bist Du ein Schmetterling!
 



Die Fee (2007)

Letzte Nacht hat es geschneit, ich lag im Bett - war echt Zeit.
Da kam ne Fee, weiß ich woher - "Du hast jetzt fünf Wünsche frei".
Ich lächelte und sagte "Hi" - Kleine süße Zauberfee, sowas auch,
dass ich Dich seh` - Meine Wünsche willst Du hörn'?
Die werden niemals erfüllt. Das kann ich dir schwörn.

Hab dann doch kurz nachgedacht.
Sie hat mich so schön angelacht.
Da fielen mir auch gleich fünfe ein.
Sie sagte nur, "so soll es sein".
In meine Hand gab sie mir 'ne Waffe,
mit der sich die Dummheit besiegen lasse.
Vor mir hin, man glaubt es kaum, da legte sie,
das Geheimniss günstiger und sauberer Energie.
Dann hat sie mir noch kurz gezeigt, wie man die Welt
vom Hunger befreit. Und ganz schnell,
da macht sie glatt, dass Jeder Arbeit und ne Zukunft hat.
Schnell noch die große Liebe gezaubert
und ganz kurz mit mir geplaudert.

Auf einmal hat es Peng gemacht, ich wachte auf
und neben mir lag ne Pistole und Stück Papier.
"Hallo mein Feund", stand da geschrieben.
"Leider, Du hoffnungsloser Träumer, lässt sich
die Dummheit nicht besiegen.
Es weiß doch Jeder, der ein bisschen denkt, Liebe wird
nicht gezaubert - die wird geschenkt.
Die anderen drei Wünsche kannste gerne haben:
einfach die Pistole an den reichen Schweinen entladen.
Aber vergiß nicht, schenk sie deinem Sohn.
Diese Prozedur muss man regelmäßig wiederholn."

Letzte Nacht hat es geschneit, ich lag im Bett - war echt Zeit.
Da kam ne Fee, weiß ich woher - "Du hast jetzt fünf Wünsche frei".
Ich laächelte und sagte "Hi" - Kleine süße Zauberfee, sowas auch,
dass ich Dich seh` - Meine Wünsche willst Du hörn'?
Die werden niemals erfüllt. Das kann ich dir schwörn.



Das Buch der Liebe (2007)

Im Land der Liebe bin ich nie gewesen.
Im Buch der Liebe hab ich nie gelesen.
Doch dann sah ich deine Augen,
und kannte jedes Wort.
Doch dann fühlte ich deine Lippen,
und war an diesem Ort.

Im Buch der Liebe steht nicht von nehmen.
Im Buch der Liebe kennt man nur zu geben.
Im Buch der Liebe lernt man nur zu schenken.
Im Buch der Liebe liest man nichts vom Denken.

Im Land der Liebe stand ich meist vorm Tor,
die Welt des Scheins hat mich gezogen,
Du hast mich leider nicht geschoben
und deine Augen haben gelogen.
Deine Lippen haben mich nicht beschützt.
Du hast gedacht und geredet, wie es Dir nützt.

Im Buch der Liebe steht nicht von nehmen.
Im Buch der Liebe kennt man nur zu geben.
Im Buch der Liebe lernt man nur zu schenken.
Im Buch der Liebe liest man nichts vom Denken.



Angekommen (2006)


Bin lang gelaufen, manchmal gerastet, mühsam mühsam vorgetastet.
Habe wenig gedacht, manchmal mehr, loslassen war schwer.
Bin stehen geblieben, immer wieder und auch mal gefallen -
manchmal mir, manchmal Anderen, und oft tief und leer.
Bitte komm, komm mich mal besuchen.
Ich mach uns 'n Kaffee und süßen Kuchen.
Du erzählst mir wie es dort ist und was die anderen machen.
Ich les' dir was schönes vor, was ich denk' und andere lustige Sachen.

Doch hab keine Angst, bin angekommen,
hab die Quelle noch gefunden,
trink von ihr und bleibe jung
und vergeß die schwersten Stunden.

Mutter, brauchst nicht mehr suchen,
nach einem verrückten Engel, der über mich wacht.
Kannst sanft auf diener Wolke ruhen,
ich schau' nach oben in der Nacht.
Und wenn da eine über mich lacht, dann weiß ich wer
und lache mit, ist nicht mehr schwer.

Doch hab keine Angst, bin angekommen,
hab die Quelle noch gefunden,
trink von ihr und bleibe jung
und vergeß die schwersten Stunden.



Du (2006)

Ich wollt' doch nur ein bisschen bei Dir liegen.
Dich mit Worten berieseln und 'n Kuss von Dir kriegen.
Ich wollt' doch nur 'n bisschen mit Dir fliegen,
durch die Nacht und den Wind und die Einsamkeit,
in der wir gefangen sind.

Doch Du erkennst mich nicht.
Dein Strahlen scheint durch vergitterte Fenster
und dein Wort beherrscht der Verstand
und ich schreib' deinen Namen an meine Wand.

Ich wollt' doch nur an 'nem Teich mit Dir sitzen,
'ne Ente füttern und deinen Namen in einen Baum ritzen.
Dich zum lachen bringen,
und im Kreis mit Dir springen.

Doch Du erkennst mich nicht.
Dein Strahlen scheint durch vergitterte Fenster
und dein Wort beherrscht der Verstand
und ich schreib' deinen Namen an meine Wand.

Ich wollt' doch nur 'n bisschen auf  'n Berg mit Dir klettern
Einen Schrei ausstossen und über dumme Leute wettern.
Und bei Dir bleiben - an einer Zukunft mit Dir schreiben.
Doch Du erkennst mich nicht.



Platz da! (2005)

Platz da, Platz da, hier kommt wer mit Geld.
Platz da, Platz da, mir gehört die Welt!
Weg da, weg da, hier kommt mein großer Wagen,
mit 'nem Stern und breiten Reifen,
den würdeste auch gern haben?
Kannst ja mal höflich bei der Bank nachfragen!

Platz da, Platz da, hier kommt wer mit Geld.
Platz da, Platz da, mir gehört die Welt!

Nimm doch einfach was du willst,
wer soll dich daran hindern?
Das dumme Volk ganz sicher nicht,
das muss doch für uns schindern,
das hat noch ein wenig Gewissen,
da haben wir doch längst drauf geschissen.

Platz da, Platz da, hier kommt wer mit Geld.
Platz da, Platz da, mir gehört die Welt!

Verkauf doch alles was du kannst,
verkauf den letzten Tropfen Öl und die letzten Bäume.
Verkauf die letzte saubere Luft
und der Menschen letzte Träume.
Und wenn dann alles in Trümmern liegt,
mir egal, Hauptsache ich mache Profit.

Platz da, Platz da, hier kommt wer mit Geld.
Platz da, Platz da, mir gehört die Welt!

Morgen interessiert mich nicht, ich leb' so ganz heiter.
Wirds halt ein bisschen wärmer hier,
aber der Rubel rollt doch weiter.
Wirds halt ein bisschen enger hier
sterben wohl ein paar,
aber das ist doch nicht mein Bier.

Platz da, Platz da, hier kommt wer mit Geld.
Platz da, Platz da, mir gehört die Welt!

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